AStA la Vista

Nach reiflicher Überlegung und ernüchternden Erfahrungen teilen wir durch dieses Schreiben
mit, dass wir einer Fortsetzung unserer Beteiligung am Asta nicht mehr vorbehaltlos gegenüberstehen. Tatsächlich verhält es sich so, dass wir die Beteiligung sogar ganz einstellen müssen.
Dieser Schritt mag für einige unerwartet kommen, für uns jedoch zeichnete er sich bereits seit
längerer Zeit ab. Diesen Entschluss trafen wir nicht leichtfertig, sondern nach sorgfältiger Abwägung und einem offenen Meinungsaustausch innerhalb der Liste.
Was uns bewegt ist eine gewisse Enttäuschung, die viele Bereiche umfasst. Enttäuschung über
die Arbeitsatmosphäre, die Kooperation mit uns, der Wandel im Umgang mit uns sowohl seitens der Koalition, als auch der Opposition, und den Ergebnissen der politischen Arbeit. Letztlich ist es aber auch eine Entäuschung, unseren eigenen Ansprüchen und Zielen nicht gerecht geworden zu sein.
Jede Entäuschung für sich genommen wäre erträglich gewesen, und wir hätten mit starkem Herzen und unbeirrbaren Absichten ihr trotzen können, doch zusammen ergibt sich daraus eine Last, von der wir uns hatten eingestehen müssen, sie nicht länger tragen zu können.
Es ist für uns nun wichtig uns auf unseren Kern zu besinnen, eine Innenschau zu betreiben, und den Weg zurück zu unseren Prinzipien zu finden. Wir haben uns auch ein Stück weit selbst verloren, und waren daher auch, das muss man gestehen, dem Mandat der Wähler, die uns unserer Ideale wegen wählten, nicht mehr nachgekommen.
Wir gehen nicht im Groll, aber mit einer Schwermut, die wir zunächst verarbeiten müssen.
Unser neuer Reichtum an Erfahrungen wird es uns ermöglichen, einen neuen Zugang zu unserer politischen Position und ideeellen Ausrichtung zu finden, um so zukünftig ein besserer Vertreter der Studierendenschaft zu sein.
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