„Der einzige Sinn der Juso HSG Bochum ist Pöstchenverteilung“: Die Abrechnung von Finanzreferent Simon Paul mit seiner Hochschulgruppe

Letzten Donnerstag war bereits abzusehen, dass Simon Paul, der momentan mit der schwierigen Aufgabe beschäftigt ist, den Haushalt der verfassten Studierendenschaft auszugleichen, mit Mitgliedern der Juso-Hochschulgruppe in Konflikt geraten war. Auf der Facebook-Veranstaltungsseite zum „Semesterabschlussgrillen“ erhob Simon Paul den Vorwurf, er sei zu dieser Veranstaltung nicht eingeladen worden. In den Kommentaren stritt er sich öffentlich mit Mitgliedern seiner Hochschulgruppe. Auch der ehemalige AStA-Referent und Stupa-Sprecher Arne Michels (ReWi) mischte sich ein. Offensichtlich stellten die Antworten Paul nicht zufrieden, denn er schrieb schließlich: „Na dann noch viel Spaß bei eurer Machtpolitik, die nur darauf auszielt die eigenen Mitglieder*innen das Leben schwer zu machen.

Was auch immer sich an diesem Tag noch abgespielt haben mag, es muss Simon Paul sehr bewegt haben, denn am Freitag hinterließ er auf der offiziellen Facebook-Seite der Juso-Hochschulgruppe Bochum eine 1-Stern-Bewertung samt Kommentar, welche absurderweise noch von der Hochschulgruppe mit einem Like markiert wurde. Die Bewertung wurde mittlerweile gelöscht, jedoch hat die Hochschulgruppe GRAS einen Screenshot gepostet. Simon Pauls Kommentar hat es in sich und lässt sich als eine generelle Abrechnung mit der Politik und Arbeitsweise der Juso-Hochschulgruppe Bochum verstehen. Hier ist der komplette Kommentar im Wortlaut:

Sehr unangenehme Technokraten, die weniger das soziale im Sinn haben als den unbedingten Willen zum Machterhalt. Ein Tragödie das ich so viel Zeit und Engagement hier verschwendet habe.
Solidarität ist hier ein Fremdwort, es geht nur um das eigene Vorankommen. Wer eine soziale oder gar sozialistische Hochschulgruppe sucht ist hier in jedem Fall falsch aufgehoben. Die Grundwerte Jungsozialistischer Politik werden nicht gelebt, sonder dienen nur als Vorwand um über die Inhaltslosigkeit weg zu täuschen. Der einzige Sinn der Juso HSG Bochum ist Pöstchenverteilung, das wiederum aber erfolgreich eben klar nach der Devise der flexiblen Werte die man je nachdem anpassen kann.

Nachdem die Frage aufkam, ob der Kommentar wirklich von ihm kam, kommentierte Paul den Screenshot: „Ne, das ist schon meine Meinung.“ Außerdem schrieb er am Freitag noch auf der oben genannten Veranstaltungsseite ein kurzes Abschlussstatement: „Viel Spaß beim Verfrühstücken meiner Mandatsabgaben.

Es scheint aufgrund dieser Äußerungen unwahrscheinlich, dass Simon Paul weiterhin Mitglied der Juso-Hochschulgruppe sein wird, jedoch hat er hierzu noch kein offizielles Statement abgegeben. Auch ob er weiterhin für das Amt des Finanzreferenten zur Verfügung steht und wer sein Nachfolger sein könnte ist noch unklar.

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