Programm

1) Mitbestimmung

Die Kernforderung der RUB-Piraten ist es, eine möglichst umfassende Mitbestimmung der Studierenden der RUB an sie betreffenden Prozessen und Entscheidungen zu erreichen. Instrumente dieser Mitbestimmung sind – neben der jährlichen StuPa-Wahl – die Durchführung von Urabstimmungen.

 

2) Offener/ transparenter AStA und Senat

Um Studierenden die Möglichkeit zu geben mitzubestimmen, müssen diese die Möglichkeit haben, sich zu umfassend und barrierelos zu informieren. Dazu dienen öffentliche AStA Sitzungen und Veröffentlichung von Protokollen und Beschlüssen. Dies ist an der RUB zwar gegeben, allerdings sind diese Informationen schwer auffindbar. Unser Ziel ist es daher, eine zentrale Sammelstelle für Beschlüsse des AStA und des Senates einzurichten. Außerdem ist angestrebt, auch Protokolle zu den Senatssitzungen öffentlich zu machen.

3) VSPL und der Studierendenausweis

Die Daten von Studierenden sind an der RUB nicht ausreichend geschützt. Beispiele sind hier VSPL und der elektronische Studierendenausweis. VSPL legt alle Prüfungsergebnisse unverschlüsselt in einer  zentralen Datenbank ab. Diese Daten können dann auch leicht von außen manipuliert und eingesehen werden. Die RUB-Piraten möchten diese Daten besser durch ausschließlich persönlichen Zugang von Prüfungsamt, Dozenten und dem jeweiligen Studenten schützen. Außerdem soll die nachträgliche Änderung der Zensuren nicht ohne eingehende Prüfung möglich sein und damit Rechtssicherheit für Studierende gegeben sein.

Auch der Studierendenausweis ist nach aktueller Handhabung datenschutztechnisch bedenklich. Meist entsprich das  Standardpasswort dem Geburtsdatum. Die Information hierzu ist meist durch soziale Netzwerke und das Internet leicht zur erfahren. Dadurch ist die Möglichkeit des Missbrauchs, z.B. dem An/Abmelden für Prüfungen gegeben. Da leider das Erstpasswort oftmals nicht geändert wird, setzten wir uns dafür ein, dass entweder ein aufwendigeres Erstpasswort generiert wird oder aber bei Erstbenutzung das Passwort geändert werden muss. Außerdem werden aktuell alle Bezahlvorgänge, die mit dem Studierendenausweis getätigt werden gespeichert und durch das AkaFö ausgewertet. Diese Daten können zur Aufstellung von Nutzungsprofilen werden. Die Studierenden haben keinerlei Einfluss ob und in welchem Umfang diese Daten dokumentiert und gespeichert werden. Die RUB-Piraten sprechen sich daher zum einen für eine Dokumentation der Datennutzung als auch für eine Entscheidungsfreiheit der Studierenden, ob diese Daten erhoben werden oder nicht aus.

4) Freier Zugang zu Wissen und Bildung

Die RUB-Piraten setzen sich für einen freien Zugang zu Wissen und Bildung  ein. Hierzu ist es unablässig, dass jeder unabhängig vom eigenen Einkommen oder dem der Eltern die Möglichkeit haben muss, sich Wissen anzueignen.  Studiengebühren in jeder Form lehnen wir daher ab. Wir begrüßen daher die Entscheidung der Landesregierung in NRW, diese abzuschaffen. Bildung ist eine  gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es muss  sichergestellt werden, dass alle Studierenden ausreichend finanziert  werden. Es darf keinen Geldmangel geben, der dazu führt, dass  Studieninteressenten ein Studium nicht aufnehmen können oder abbrechen müssen.  Mögliche Konzepte hierfür sind elternunabhängiges Bafög bzw. das von  einigen Parteien geforderte bedingungslose Grundeinkommen.

5) Anfahrt zur Uni – Verkehr, Parkplatzsituation, Fahrradnutzung

Nahverkehr

Durch die ständig gestiegenen Studierendenzahlen kommt es täglich zur Überlastung des öffentlichen Nahverkehrs. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzten, dass alle Möglichkeiten zur Ausweitung der Fahrpläne und des Streckennetzes genutzt werden.

Parkplatzsituation

Studierende, die mit dem Auto zur Uni kommen, sehen sich seit einiger Zeit mit einer dramatischen Parkplatzsituation konfrontiert. Wir setzen uns deshalb für  den Bau weiterer Parkkapazitäten an der RUB ein. Um kurzfristig dem drastischen Parkplatzmangel entgegenzuwirken, werden wir auf die Einführung einer Mitfahrgelegenheits-App drängen.

Fahrradnutzung

Wir RUB-Piraten begrüßen die Einführung des Fahrradverleihs durch Metropolrad-Ruhr als wichtigen Schritt um die Verkehrssituation an der RUB zu entlasten. Allerdings sind viele Studierenden ob der Sicherheit der Fahrradwege verunsichert. Wir setzen uns für den Bau und die Ausweisung von ungefährlichen Fahrradwegen zur RUB ein. Zum Beispiel werden wir uns beim geplanten Neubau der Zufahrten zur RUB dafür stark machen, dass ungefährliche Fahrradwege angelegt werden. Ob eine bewachte  Fahrradstation mit Ausleihmöglichkeit realisierbar ist, möchten wir  ebenfalls prüfen.

7) Bildung Online

Der Bestand an Online Bibliotheken in der UB ist deutlich auszubauen.  Die meisten großen Verlage bieten schon seit langer Zeit für alle Studierenden und Mitarbeiter die Möglichkeit an, sämtliche Werke als PDF-Dateien zu beziehen. Von diesen Möglichkeiten sollte mehr Gebrauch  gemacht werden. Obwohl viele Veranstaltungen überfüllt sind, und selbst  auf den Treppen kein Platz mehr zu finden ist, machen bisher die  wenigsten Dozenten Gebrauch von der Möglichkeit, ihre Veranstaltung als  Videostreams zur Verfügung zu stellen. Wir wollen uns dafür einsetzen,  dass diese RUBCasts deutlich stärker genutzt werden. Für Neuberufungen  muss die Zustimmung der Dozenten, dass die Veranstaltungen aufgezeichnet  werden, Vorraussetzung werden. Die Möglichkeit, Veranstaltungen zur  Nachbereitung oder Klausurvorbereitung als Videostream zu sehen, bzw.  verpasste Veranstaltungen zu einem späteren Zeitpunkt ansehen zu können,  ist unter Studierenden sehr beliebt und sollte an einer modernen  Universität auch entsprechend genutzt werden.

8) Service

Jeder Studierende kennte das: das Wohnheimzimmer ist zu klein, die WG-Mitbewohner nerven, man möchte sich endlich von den Eltern unabhänig machen. Was tun? Umziehen! Wir setzten uns dafür ein, dass ein Sprinter-Ausleihservice unter der Verwaltung des AkaFös eingerichtet wird. Die Sprinter sollen für eine geringe Gebühr Studierenden zur Verfügung stehen. Entsprechende Modelle gibt es seit vielen Jahren zum Beispiel an der TU Kaiserslautern oder an der Uni Münster, deren Konzepte als Vorbilder dienen. Dort werden die Hälfte des Neupreises mit Hilfe von Sozialbeiträgen und die andere Hälfte durch die Ausleihgebühren finanziert. Dies würde bei einem Neupreis von ca. 35.000 Euro pro Sprinter lediglich 50 cent Sozialbeitrag pro Studierenden betragen! Dabei sind die Ausleihgebühren sehr gering: 1/2 Tag für 20 Euro, 1 Tag für 40 Euro, ein Wochenende für 60 Euro.

Da die meisten Studierenden im Laufe ihres Studiums mindenstens einmal umziehen, sind wir von dem großen Nutzen/Kostenverhältnis überzeugt. Wir werden die Durchführbarkeit dieses Projektes an der RUB prüfen und das AkaFö anregen, einen solchen Service einzuführen.

Alternativ können auch Sonderkonditionen für Studierende mit verschiedenen Ausleihservices vereinbart werden.

9) bsz

Die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung wird aus Personalmangel hauptverantwortlich von durch den AStA gestellten Redakteuren betrieben. Da hierdurch eine objektive Berichterstattung nicht möglich ist, möchten wir die Zusammensetzung der Redakteure ändern oder, falls dies nicht möglich ist, die Zeitung eindeutig als AStA Zeitung kennzeichnen (Titelblatt).

10) Für einen lebendigen Optionalbereich

Die Neuregelung des Optionalbereichs bedeutet eine weitere Einschränkung der freien Wissenbildung an der RUB. Diese Regelung und die damit eingeführt Übergangsregelung lehnen wir ab.

11) Kulturförderung

Die RUB-Piraten begrüßen die Einführung der Theater-Flatrate für das Bochumer Schauspielhaus. Wir sehen darin den Nutzen für die gesamte Studierendenschaft und des Schauspielhauses als wesentlich höher an, als die hieraus entstehenden Kosten von 1 Euro/ Semester und Studierendem.

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